Sandonna

Sandonna

Alessandro Paciacconi lüftet die Deckel auf den großen Bottichen, in
denen er die Trauben im Herbst einer spontanen Gärung unterzieht
(Foto). Der Winzer, der Agrarwissenschaft studiert hat, aber als
Lokführer bei der Eisenbahn arbeitet, richtet gerade besondere
Aufmerksamkeit auf die Auslese Montepulciano d’Abruzzo 2015, die zu
seinem Spitzenwein werden soll, wenn sie zu Weihnachten 2019 auf den
Markt kommen wird. Ihren Namen bezieht die Kellerei Sandonna von der
gleichnamigen Hochebene östlich von Giove. Um die Geschichte Sandonnas
zu erzählen, geht Paciacconi mehr als 50 Jahre zurück. Sie beginnt mit
seinem Großvater Enrico. Der Böttchermeister wählte mit Sorgfalt die
Kastanien- und Kirschhölzer aus, aus denen er Fässer und Wannen
herstellte. In den achtziger Jahren begann der Vater Franco, Reben zu
pflanzen und offene Weine zu keltern. 2006 wurde mitten in den
Weinbergen die Kellerei eingeweiht. Wenig später brachte Sandonna die
ersten abgefüllten Flaschenweine auf den Markt.

Le Crete

Le Crete

Die Familie Castellani nennt die Weinberge rund um die Kellerei gern
ihren “Garten”. Zu ihm gehören die Rosenstöcke, die wie Wächter am
Ende der Reihen auf die Reben aufpassen, die Apfelbäume als Kulisse
und all die Wildtiere, die im Garten von Le Crete zu Hause sind. Es
ist kein Zufall, dass die Castellanis fünf Vertreter aus der Tierwelt
für ihre Flaschenetiketten ausgewählt haben. Das Wildschwein zum
Beispiel für den kräftigen Petranera, der aus den besten roten Trauben
des Guts gekeltert wird, darunter Sangiovese, Barbera und Merlot. Ein
Falke ziert den eleganten Weißwein Cima del Giglio, ein Blend aus den
Trauben Sauvignon Blanc und Malvasia. Oder der Fuchs auf dem Etikett
des frischen Rosé Costa Volpara, der aus einer leichten Pressung der
roten Sangiovese-Trauben gewonnen wird. Auf die Idee einen Rosé
anzubieten, hatte die Castellanis vor einigen Jahren ein belgischer
Importeur gebracht. Heute ist Costa Volpara ein wichtiges Zugpferd für
Le Crete. “Wir halten große Stücke auf ihn”, sagt Giuliano Castellani
(Foto). Der jüngste Neuzugang seiner Kellerei: Extradry, ein fein
perlender Schaumwein, der aus einer frühen Lese nicht ganz
ausgereifter Sangiovese-Trauben wie ein Weißwein gekeltert wird.

Cantine Zanchi

Cantine Zanchi

Als der Unternehmer Licurco Zanchi aus der nahen Industriestadt Terni
vor 50 Jahren einen Landsitz in der Nähe von Amelia erwarb, hatten
rund um die Villa unter Dornengestrüpp einige Rebstöcke und uralte
Olivenbäume überlebt. Es begann eine mühevolle Restaurierung des
verlassenen Gutshauses, das einst zum Besitz der Adelsfamilie
Farattini gehört hatte, deren Anwesenheit in Amelia sich bis ans Ende
des 14. Jahrhunderts zurückverfolgen lässt. Auch der Weingarten wurde
wieder hergerichtet. Aus dem Hobby von Licurco ist ein modernes
Winzergut entstanden, das erst vom Sohn Leonardo (Foto) und dessen
Frau Annamaria und nun in der dritten Generation von der Enkelin
Flores weitergeführt wird. Von der Kellerei Zanchi in ihrer herrlichen
Panoramalage aus erstreckt sich der Blick heute über ausgedehnte
Weinberge

Birrificio Amerino

Birrificio Amerino

Es ging los mit Edo 15, La Burbera und Winter Garden. Die ersten drei
Etiketten des Birrificio Amerino stellten die Brüder Di Stefano noch
bei fremden Brauern her. Den Blick fest in die Zukunft gerichtet,
waren sie bereits auf der Suche nach erstklassigen, ausgefallenen
Zutaten für ihre Biere. Und probierten ständig neue Rezepte aus. Die
Wende kam im Mai 2017. In Terni ging die eigene Brauerei von
Alessandro und Marco Ottavio in Betrieb. Zehn Monate später errangen
sie beim italienischen Brau-Wettbewerb „Das Bier des Jahres“ in der
Kategorie Saison die Goldmedaille ihr „Northup“. Die jungen Startupper
aus Amelia haben die Craftbeer-Aktivität von Beginn an eng an ihre
Heimat gebunden.