ConVitto

ConVitto

Gerade eröffnet und doch alles andere als ein Debütant. Convitto in der Altstadt von Amelia ist der Neuanfang einer Erfolgsgeschichte, die 1980 begann. Vor fast 40 Jahren brachten Giacomo Vitto und sein Vater Pino die Kunst der Käserei aus ihrem apulischen Heimatort Gioia del Colle mit. Seither steht Vitto in Amelia für Mozzarella, Ricotta, Burrata, Caciocavallo. Im Frühjahr 2018 sind Lavinia und ihre Schwester Noemi, die beiden Töchter von Giacomo und Gianna, mit dem kleinen väterlichen Laden in
einen wundervollen Palazzo umgezogen. Durch einen hübschen Innenhof betritt man das Geschäft, wo weiterhin die von ihrem Vater vor Sonnenaufgang hergestellten Milchprodukte verkauft werden. Nebenan haben die jungen Frauen unter einer großen gemauerten Gewölbedecke ein Bistrot mit gut 30 Gedecken aufgemacht.

La Casareccia

La Casareccia

Die Geschichte der Trattoria La Casareccia erzählt Stefania, die mit ihrem Bruder Luca – er in der Küche, Stefania im Speisesaal - heute das Restaurant der Familie führt. Los ging es 1990, als die Eltern Mario und Rita sich entschlossen, ihre Leidenschaft für die Küche in ein unternehmerisches Abenteuer zu verwandeln. Fettuccine mit Hühnerklein, Gnocchi in Hammelsauce und Manfricoli nach Avigliano-Art. "Das waren die Spezialitäten unserer Mutter, wie auch das Geschnetzelte vom Huhn auf Jägerart oder das Trüffel-Lamm“, sagt sie. Am Kaminfeuer stand der Vater Mario, grillte das Fleisch und garte die „Pizza unterm Feuer“. Vor fünf Jahren trat Luca das Erbe seiner Eltern in der Küche an. Erst eignete er sich die Traditionsgerichte der Mutter an, dann erneuerte er sie mit einer besonderen Aufmerksamkeit für die Zutaten.

El Merendero

El Merendero

Francesca hat vor sechs Jahren El Merendero aufgemacht, mit ihrem Mann Fausto (auf dem Foto vor dem Eingang ihres Restaurants). Seitdem hat sie nicht aufgehört, den Teig für ihre Fettucine mit den Fingern zu kneten. Sie nimmt die Eier ihrer Hühner und eine Mischung grob gemahlener, antiker Weizensorten. Trotz des Erfolgs blieb sie sich treu. Die Selfmade-Köchin aus Macchie bereitet alles frisch zu, auf Bestellung, und mit ihren Händen. Auch die Nudeln. “Mit dem Rührgerät bekommt die Pasta eine andere Konsistenz”, erklärt sie fröhlich lachend. Im vergangenen Sommer bot Francesca mit Burrata-Frischkäse und Sardellen gefüllte Tortelli an, die mit kleinen Kirschtomaten und Basilikum angemacht waren. Einfach köstlich. Und sie, die Metzgertochter, dachte sich ein Pesto aus frischen Saubohnen, gerösteten Mandeln, Pecorino-Käse und Olivenöl aus, um die steigende Nachfrage nach vegetarischen Speisen zu bedienen. In die Küche kommt nur Weniges, was nicht von ihrer Familie angebaut oder aufgezogen wurde.

Ristorante Semiramide

Ristorante Semiramide

Wer zum Essen zu Pierluigi und Chiara geht, begibt sich auf eine Schatzsuche. In einem der kleinsten und entlegensten Burgdörfer zwischen Amelia und Todi überraschen die jungen Geschwister die Liebhaber niveauvoller Hausmannskost. In Melezzole angekommen, einer aus dem 12. Jahrhundert stammenden Festung, erleben Besucher heute das große Glück der italienischen Küche: Es gründet auf einer diffusen, tief verwurzelten kulinarischen Tradition einerseits und der Intelligenz, das Erbe zeitgemäß zu erneuern. Den beiden 30-Jährigen, Pierluigi am Herd und Chiara im Speisesaal, gelingt die Verbindung hervorragend. “Wir wählen die besten Produkte der Saison aus und hoffen, unsere Gäste damit zu erobern”, sagen sie. Und genau das tun sie seit einem Jahrzehnt. Nichts ist banal bei ihnen. Nicht die Speisen, nicht die Bedienung, nicht die Familiengeschichte, nicht der Restaurantname “Semiramide” und nicht einmal das selbstgebackene Brot.

DentrAmelia

DentrAmelia

DentrAmelia bedeutet so viel wie: Drinnen in Amelia. Der Name ist Programm: "DentrAmelia war immer der poetische Ausdruck, mit dem wir das Sichtreffen, Bummeln, Schwatzen, kurz das Leben im Inneren der Mauern bezeichnen, die seit Jahrtausenden unsere Altstadt und unsere Erinnerungen umschließen”. So schreiben in der Speisekarte Andrea, Luca und Stefano, die im Oktober 2017 ein neues und recht beliebtes Restaurant mitten in Amelia eröffneten. Für ihr DentrAmelia, ein helles, modernes Lokal, haben sie ein hübsches Plätzchen im historischen Zentrum ausgewählt. “Ich will einfach nicht, dass das Leben in den alten Gassen stirbt”, sagt Stefano und holt eine knusprige Pizza aus dem Steinofen. Dieses "Amelia-in-sich-Tragen", wie die drei Freunde es nennen, schlägt sich in ihrem Lokal deutlich nieder. Fest ist ihr Wille, die kulinarischen Lokaltraditionen zu pflegen.

Scoglio dell'Aquilone

Scoglio dell'Aquilone

Wie ein Adlernest kleben Restaurant und Hotel der Familie De Santis am schroffen Felsen gegenüber von Amelia. Seit 50 Jahren ist der Scoglio dell´Aquilone nicht wegzudenken aus der wilden Schlucht des Rio Grande. In der Küche bereitet die Chefin Daniela mit ihrem erfahrenen Team die hausgemachten Gerichte zu. Den Stil des Hauses definiert sie mit vier Begriffen: Herzlichkeit, Professionalität, Tradition und Innovation. Neben die Auswahl der traditionellen umbrischen Gerichte traten Speisen für Vegetarier, Veganer und Allergiker. Der Teig der hervorragenden Pizzen etwa wird aus gut verträglichem Kamutmehl hergestellt. Einzigartig und umwerfend schön ist der Blick durch die Glasfront der großen Speisesäle auf Amelia, das hoch oben auf der Kuppe des dicht bewachsenden Hügels thront. Im Sommer isst man draußen in einer lauschigen Gartenlaube.

Porcelli Tavern

Porcelli Tavern

Valda hat vor kurzem das 30-jährige Jubiläum der Porcelli Tavern gefeiert. Ironisch, kultiviert und liebenswürdig hat sie ihre feine, unbeschwerte Art auf den Stil des Lokals übertragen, das sie heute mit ihrem Sohn Jacopo führt. Porcelli Tavern überrascht mit einer Energie und der Qualität des Angebots: von der Pizza über die ausgestellten Kunstwerke bis zur Livemusik. Das Bier ist sicher eine Stärke des Lokals, am Eingang empfängt die Gäste ein langer Tresen mit einer langen Reihe von Zapfhähnen. Pizzen haben wir 55 verschiedene gezählt, es können aber auch mehr sein. Wundern Sie sich trotzdem nicht, wenn Valda sich bei mehrmaligem Besuch schnell an Ihre Lieblings-Pizza erinnert (unser Favorit: Forrest, ohne Auberginen, bitte). Zudem trägt Porcelli – auf Deutsch: Ferkel - einen kuriosen Namen.

Villaggio del Sole da Alan&Angel

Villaggio del Sole da Alan&Angel

Seit die italienische Gastronomie die Pizza-Revolution ausgerufen hat, geht es in der Szene richtig ab. Das Arme-Leute-Essen aus Neapel wird eifrig auf Gourmet-Niveau getrimmt. Beim Wettkampf um den perfekten Teig und den geschmackvollsten Belag mischen auch Alan und Angel mit. Sie holen in der Ferienanlage Villaggio del Sole, die unterhalb der Burg von Giove liegt, köstliche, leicht verdauliche Pizzen aus ihrem Holzfeuerofen. Dazu gibt es gezapftes Ichnusa-Bier (aus Sardinien) oder das lokale, handwerklich gebraute Bier des jungen Birrificio Amerino. Die Küche bietet nicht alles, sondern nur das, was die Saison und der lokale Markt gerade hergeben. Aktuelle Hinweise dazu gibt es auf Facebook. Der gute Wein kommt aus den nahen Kellereien Le Crete und Sandonna.