Cantine Zanchi

IMG_0445.JPG

Als der Unternehmer Licurco Zanchi aus der nahen Industriestadt Terni
vor 50 Jahren einen Landsitz in der Nähe von Amelia erwarb, hatten
rund um die Villa unter Dornengestrüpp einige Rebstöcke und uralte
Olivenbäume überlebt. Es begann eine mühevolle Restaurierung des
verlassenen Gutshauses, das einst zum Besitz der Adelsfamilie
Farattini gehört hatte, deren Anwesenheit in Amelia sich bis ans Ende
des 14. Jahrhunderts zurückverfolgen lässt. Auch der Weingarten wurde
wieder hergerichtet. Aus dem Hobby von Licurco ist ein modernes
Winzergut entstanden, das erst vom Sohn Leonardo (Foto) und dessen
Frau Annamaria und nun in der dritten Generation von der Enkelin
Flores weitergeführt wird. Von der Kellerei Zanchi in ihrer herrlichen
Panoramalage aus erstreckt sich der Blick heute über ausgedehnte
Weinberge. Mit seiner Vorliebe für bodenständige Rebsorten war Zanchi
ein Vorläufer der Neuentdeckung umbrischer Traubensorten. Vom
Ciliegiolo, dem Grechetto und Aleatico bis zur Malvasia und dem
Sangiovese. Als weitsichtig erwies sich auch die Entscheidung für
einen handwerklichen Stil und für natürliche, umweltschonende
Anbaumethoden. Die Familie Zanchi experimentiert fortlaufend sowohl im
Weinberg als auch im Keller. Eine herausragende Position in ihrem
Angebot nimmt der weiße Vignavecchia ein, der aus den
Trebbiano-Trauben der ältesten Reben des Guts gewonnen wird. Vor der
Lese bleiben die Trauben zum leichten Trocknen noch an der Pflanze
hängen. Die Gärung in Eichenfässern und die lange Reifung schenken dem
vollmundigen Wein sehr intensive Aromen. Das Gut wird häufig für das
exzellente Preis-/Leistungsverhältnis seiner Weine ausgezeichnet. Die
Zanchis heißen Weinliebhaber herzlich zu Besichtigungen, Verkostungen
und zu Spaziergängen in den Weinbergen und an der langen Auffahrt, die
sich den Hügel zwischen Rebreihen und einem gepflegten Garten
hochschlängelt, willkommen. In einem Wäldchen neben der Kellerei
können Kinder ein großes Rehrudel besuchen.