Le Crete

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  • 8 - 13   |   15 - 18

  • cantinalecrete.it

  • Località Piscicoli, snc - 05024 Giove, Terni - Umbria, ITALIA

  • Mob. +39 328.7011808 - 340.9675163

  • az.agr.lecrete@virgilio.it

Die Familie Castellani nennt die Weinberge rund um die Kellerei gern
ihren “Garten”. Zu ihm gehören die Rosenstöcke, die wie Wächter am
Ende der Reihen auf die Reben aufpassen, die Apfelbäume als Kulisse
und all die Wildtiere, die im Garten von Le Crete zu Hause sind. Es
ist kein Zufall, dass die Castellanis fünf Vertreter aus der Tierwelt
für ihre Flaschenetiketten ausgewählt haben. Das Wildschwein zum
Beispiel für den kräftigen Petranera, der aus den besten roten Trauben
des Guts gekeltert wird, darunter Sangiovese, Barbera und Merlot. Ein
Falke ziert den eleganten Weißwein Cima del Giglio, ein Blend aus den
Trauben Sauvignon Blanc und Malvasia. Oder der Fuchs auf dem Etikett
des frischen Rosé Costa Volpara, der aus einer leichten Pressung der
roten Sangiovese-Trauben gewonnen wird. Auf die Idee einen Rosé
anzubieten, hatte die Castellanis vor einigen Jahren ein belgischer
Importeur gebracht. Heute ist Costa Volpara ein wichtiges Zugpferd für
Le Crete. “Wir halten große Stücke auf ihn”, sagt Giuliano Castellani
(Foto). Der jüngste Neuzugang seiner Kellerei: Extradry, ein fein
perlender Schaumwein, der aus einer frühen Lese nicht ganz
ausgereifter Sangiovese-Trauben wie ein Weißwein gekeltert wird. Auf
der Flasche ist ausnahmsweise kein Exemplar der heimischen Fauna
abgebildet, sondern eine Goldzeichnung der Tonerde (crete). Sie bildet
den fruchtbaren, sandigen Lehmboden ab, auf dem die Weinreben wachsen.
Für sie hegen die Castellanis tiefen Respekt. Die Erdarbeiten erfolgen
noch traditionell. Anstelle von Unkrautvernichtungsmitteln und Giften
gegen Ungeziefer und Pilze kommen mechanische Geräte, Marienkäfer,
Schwefel und Kupfer zum Einsatz. Sogar die Weinlese im September und
Oktober erfolgt von Hand, um eine sorgfältige Auswahl der Trauben zu
ermöglichen. Ihr Reifegrad und ihre Qualität kann von Rebe zu Rebe
variieren. Die Produktion ist im Laufe der Jahre auf 50000 Flaschen
angestiegen. 2017 brach der Trend abrupt ab. Wie in ganz Italien
hatten auch die umbrischen Winzer aufgrund der langen Dürre einen
drastischen Rückgang der hergestellten Mengen zu beklagen. Dafür sei
die Qualität der jungen Weine aber umwerfend, erzählt Giuliano. “Die
Rotweine sind eine Bombe”, sagt er. Vom Petranera 2017 wird er
vielleicht eine Auslese anbieten.